❄️ Wie bereitet man den Teich auf den Winter vor? Wir haben eine ✅ Checkliste + häufige Fragen zusammengestellt

Seerosen im Teich – ja oder nein?

Die Seerose ist das Herzstück jedes natürlichen Teiches. Schwimmende Blätter, märchenhafte Blüten und ein sanfter Schatten auf der Wasseroberfläche. Doch gehört sie wirklich in jeden Gartenteich? Und was bringt ihre Pflege eigentlich mit sich? Wenn Sie überlegen, Seerosen in Ihren Teich zu setzen, finden Sie hier Antworten auf alle wichtigen Fragen.

Warum Seerosen pflanzen?

Beginnen wir mit dem Wesentlichen – Seerosen sind nicht nur dekorativ. Sie bieten praktische Vorteile, die nicht nur dem Auge gefallen, sondern dem gesamten Ökosystem Ihres Teiches zugutekommen.

  • Sie beschatten die Wasseroberfläche – senken dadurch die Wassertemperatur und verlangsamen das Algenwachstum
  • Sie reduzieren die Wasserverdunstung an heißen Tagen
  • Sie verbessern die Bedingungen für Fische, die schattige und ruhige Plätze bevorzugen
  • Sie fördern das biologische Gleichgewicht, indem sie den Lichteinfall bis zum Teichboden begrenzen


Gleichzeitig gilt jedoch: Seerosen gedeihen nur dort, wo die Bedingungen stimmen. Sie sind nicht für jeden Teich geeignet – und manchmal ist es besser, mit der Pflanzung noch zu warten.

Wo sind Seerosen geeignet – und wo nicht?

Seerosen benötigen Ruhe und ausreichend Tiefe. Haben Sie einen Teich mit Strömung, Fontäne oder starker Belüftung, werden sie dort nicht gut gedeihen. Sie brauchen eine stabile Wassersäule, Sonne und eine Tiefe von mindestens 40–60 cm.

✔️ Geeignet für:

  • ruhige Gartenteiche ohne Strömung
  • naturnahe und Zierteiche
  • Teiche mit Fischen, die keine Pflanzenwurzeln fressen


❌ Nicht geeignet für:

  • Schwimmteiche mit häufiger Wasserbewegung
  • sehr kleine Becken (unter 0,5 m³)
  • Teiche mit starker Strömung oder Wasserfällen


📌 TIPP: Haben Sie einen kleineren Teich, probieren Sie Zwergseerosen. Sie sind weniger anspruchsvoll und blühen dennoch wunderschön.

Wie pflegt man Seerosen richtig?

Seerosen sind nicht besonders anspruchsvoll, haben jedoch klare Bedürfnisse. Einpflanzen und vergessen ist nicht der beste Ansatz. Sie benötigen:

  • einen sonnigen Standort (mindestens 5–6 Stunden Sonne täglich)
  • nährstoffreiches Substrat oder spezielle Pflanzkörbe mit Teicherde
  • regelmäßige Nährstoffversorgung (während der Saison Düngertabletten direkt an die Wurzeln geben)
  • ausreichend Platz – nicht zu nah am Ufer oder an anderen Pflanzen setzen
  • Rückschnitt im Herbst – vor dem Winter alle Blätter und Blüten entfernen


Die Überwinterung hängt von der Seerosenart und der Teichtiefe ab. Unter normalen Bedingungen können sie im Teich bleiben, wenn sich der Wurzelstock mindestens 50 cm unter der Wasseroberfläche befindet. In flachen Becken ist es jedoch notwendig, die Pflanze außerhalb des Teiches zu überwintern (z. B. in einem Behälter im Keller).

📌 TIPP: Im Herbst empfehlen wir die Anwendung von BRILLIANT POND, um feine organische Rückstände zu entfernen, die nach den Seerosen am Teichboden verbleiben und über den Winter faulen könnten.

Können Seerosen schaden?

Wenn sie nicht kontrolliert werden, können sie sich stark vermehren. Das führt zu:

  • einer Verdichtung der Wasseroberfläche und Lichtmangel für andere Pflanzen
  • einer eingeschränkten Gaswechsel
  • einer stärkeren Ansammlung organischer Materialien

Deshalb sollten Seerosen regelmäßig ausgedünnt werden – idealerweise im Herbst oder zu Beginn des Frühjahrs.

Und was ist mit Fischen und Seerosen?

Die meisten Fische begrüßen Seerosen. Sie dienen ihnen als Versteck und Schattenspender. Vorsicht ist jedoch bei Fischen geboten, die gern an den Wurzeln knabbern – zum Beispiel bei einigen Karpfenarten oder Graskarpfen. In solchen Fällen empfehlen wir, die Seerosen in stabile Pflanzkörbe zu setzen oder sie mit Steinen zu schützen.

Fazit: Seerosen im Teich – definitiv ja, wenn man weiß, wie man es richtig macht.

Wohin als Nächstes?

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