❄️ Wie bereitet man den Teich auf den Winter vor? Wir haben eine ✅ Checkliste + häufige Fragen zusammengestellt

Was ist die Wasserhärte und welchen Einfluss hat sie auf den Teich?

Die Wasserhärte gehört zu den grundlegenden Parametern, die jeder Besitzer eines Gartenteichs kennen sollte. Dabei geht es nicht nur um eine Zahl. Die Wasserhärte beeinflusst die Lebensbedingungen für Fische, die Wirksamkeit von Bakterien, die Lebensdauer der Technik sowie das gesamte biologische Gleichgewicht. Und da im Wasser alles miteinander zusammenhängt, ist es wichtig, die Wasserhärte nicht nur zu messen, sondern auch ihren Zusammenhang zu verstehen.

Was bedeutet Wasserhärte?

Die Wasserhärte gibt die Menge der gelösten Mineralsalze an, vor allem Calcium- und Magnesiumsalze. In geringerem Maße tragen auch Eisen- und Mangansalze zur Wasserhärte bei. Je mehr dieser Salze das Wasser enthält, desto härter ist es. Die Wasserhärte wird in der Regel in zwei Komponenten unterteilt — die Gesamthärte (GH) und die Karbonathärte (KH).

  • Gesamthärte (GH): Sie gibt die Gesamtmenge der Calcium- und Magnesiumionen im Wasser an.
  • Karbonathärte (KH): Sie bestimmt die Pufferkapazität des Wassers, also seine Fähigkeit, den pH-Wert gegenüber Schwankungen zu stabilisieren.


📌 Die Karbonathärte besitzt eine puffernde (stabilisierende) Wirkung — je höher sie ist, desto besser kann das Wasser plötzlichen pH-Schwankungen widerstehen, die für Fische und Bakterien gefährlich sein können.

Wie beeinflusst die Wasserhärte den Teich?

Die Wasserhärte hat einen direkten Einfluss auf das biologische und technische Funktionieren eines Teiches. Ob Fische, Pflanzen, Bakterien oder Technik – alles hängt von der Stabilität des Milieus ab, und die Wasserhärte ist ein wichtiger Bestandteil davon.

  • Einfluss auf Wasserqualität und Gleichgewicht
  • Zu weiches Wasser ist anfällig für starke pH-Schwankungen, was bei Fischen Stress und Krankheiten verursachen kann.
  • Zu hartes Wasser kann hingegen zur Ablagerung von Kalk führen und die Wirksamkeit bestimmter Bakterien verringern.


Interessant ist, dass Pflanzen die Wasserhärte auf natürliche Weise senken, da sie Mineralsalze als Nährstoffe nutzen.
Ein gut bepflanzter Teich hat daher bessere Voraussetzungen für ein stabiles Milieu.

Einfluss auf die Technik

Hartes Wasser ist ein technischer Problemfaktor. Mineralsalze lagern sich als Kalk ab und können Pumpenrotoren, UV-Lampen oder Siebe von Trommelfiltern beschädigen. Das kann zu geringerer Leistung, verkürzter Lebensdauer der Geräte oder sogar zu Störungen führen. Eine regelmäßige Entfernung von Ablagerungen ist daher unerlässlich.

📌 TIPP: Nicht alles muss gereinigt werden! Wenn sich Härte auf der Teichfolie absetzt, entfernen Sie sie nicht vollständig. Dieser Biofilm dient als Trägermedium für Teichbakterien und erhöht auf natürliche Weise die Filterleistung des Teiches.

 

Wie geht man mit der Wasserhärte um?

Der ideale Härtewert hängt vom Teichtyp, den Fischarten und der Menge der Pflanzen ab.

  • Die Karbonathärte (KH) sollte mindestens 4–6 °dKH betragen.
  • Die Gesamthärte (GH) wird im Bereich von 8–12 °dGH empfohlen.

Die Wasserhärte wird beeinflusst durch:

  • die Wasserquelle (z. B. ist Brunnenwasser oft härter),
  • Regenwasser (weich, senkt die Härte),
  • Düngemittel – einige erhöhen die Mineralbelastung.


📌 TIPP: Messen Sie die Wasserhärte immer vor dem Nachfüllen von Wasser oder der Anwendung von Präparaten mit einem Testset. So lassen sich viele Probleme im Voraus vermeiden.

Eine optimale Wasserhärte ist die Grundlage für einen gesunden und stabilen Teich. Kontrollieren Sie sie regelmäßig und betrachten Sie sie als wichtigen Bestandteil der Pflege. Ihr Teich dankt es Ihnen mit klarem Wasser und zufriedenen Bewohnern.

Autor: Andrea Bělohradská

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