Welche Form ist im Hinblick auf die Pflege am besten für einen Gartenteich geeignet?
Wenn man „den idealen Teich“ hört, stellen sich die meisten von uns eine ruhige Wasseroberfläche, kristallklares Wasser und gesunde Fische vor, die unter der Oberfläche ihre Bahnen ziehen. Damit das wirklich so bleibt, sollte man nicht nur auf das Aussehen achten, sondern vor allem auf die technische Ausführung des Teiches. Die richtige Kombination aus Form, Tiefe und Technik entscheidet nämlich darüber, ob Ihnen der Teich Freude bereitet – oder eher Arbeit macht.
Es geht nicht nur um die Form, sondern um das Gesamtkonzept
Die Form des Teiches (rund, nierenförmig, oval …) ist für die Pflege gar nicht so entscheidend. Viel wichtiger ist die bauliche Gestaltung. Die größten Probleme verursachen flache Zonen, tote Winkel und stark gegliederte Uferbereiche. Sie wirken zwar natürlich, sind aber deutlich aufwendiger zu reinigen, da sich dort Schmutz ablagert und ideale Bedingungen für Fadenalgen entstehen.
Aus Sicht der Pflege und der Wasserqualität ist ein Teich mit steileren Wänden und ohne schwer zugängliche Bereiche deutlich praktischer. Das Wasser kann besser zirkulieren und die Filteranlage arbeitet wesentlich effizienter. Und das erspart Ihnen eine Menge Arbeit und Sorgen.

Der Teichboden? Gefälle, glatt und ohne Steine
Der Teichboden sollte zum tiefsten Punkt hin geneigt sein, wo sich der sogenannte Bodenablauf befindet. Von dort wird das Wasser in das Filtersystem abgesaugt. Wenn Sie den Boden jedoch mit Kies oder Steinen bedecken, sammeln sich dazwischen organische Rückstände, die sich nur schwer entfernen lassen und sich mit der Zeit zersetzen. Das kann die Wasserqualität deutlich verschlechtern – oft erkennbar an trübem Wasser oder sogar unangenehmem Geruch.
Ein gut geplanter, glatter Boden ohne Schüttmaterial bedeutet weniger Schlamm, bessere Wasserzirkulation und ein geringeres Risiko von Fäulnisprozessen. Außerdem verlängern Sie damit die Lebensdauer Ihrer Filtertechnik, da sie sich nicht so schnell zusetzt. Trotzdem haben Steine durchaus ihren Platz – sie dienen Fischen als Versteck und wirken natürlicher. In diesem Fall empfehlen wir jedoch größere Steine statt feinem Kies.
Wo sollte der Skimmer sitzen und wohin gehört der Wasserauslauf?
Eine einfache Regel lautet — Der Wind zeigt Ihnen die richtige Richtung. Beobachten Sie, aus welcher Richtung der Wind am häufigsten weht – auf der Windseite platzieren Sie den Skimmer, der Schmutz von der Wasseroberfläche sammelt (Laub, Pollen, Staub). In der Nähe des Skimmers sollte sich auch die tiefste Stelle mit dem Bodenablauf befinden.
Auf der gegenüberliegenden Seite planen Sie den Rücklauf des gefilterten Wassers, idealerweise über einen Bachlauf oder Wasserfall. So entsteht eine natürliche Strömung, die Schmutzpartikel zu den Filterelementen transportiert. Eine gute Wasserzirkulation ist der Schlüssel zu einem dauerhaft sauberen Teich – ganz ohne ständige Eingriffe.
Und wie sieht es mit der Tiefe aus?
Für normale Gartenteiche empfiehlt sich eine Tiefe von mindestens 80–100 cm. Wenn Sie Fische halten, sollten es mindestens 120 cm sein. In tieferen Teichen bleibt die Wassertemperatur stabiler, was sowohl den Fischen als auch dem biologischen Gleichgewicht zugutekommt. Gleichzeitig sammelt sich Schlamm eher in den tieferen Bereichen, wo er sich später effizient über den Bodenablauf entfernen lässt.

Tipps, die sich bei uns bewährt haben
- Vermeiden Sie stark gegliederte Formen, wenn Sie sich unnötige Arbeit ersparen möchten. Jede zusätzliche „Tasche“ ist ein Ort, an dem sich Schlamm ablagert.
- Unterschätzen Sie den Zugang nicht – die Teichränder sollten für die regelmäßige Wartung gut und sicher erreichbar sein (z. B. für den Austausch der UV-Lampe oder das Entfernen von Laub).
- Achten Sie auf die Platzierung der Pflanzen – setzen Sie sie nicht in jede Ecke des Teiches, sondern in vorgesehene Zonen, damit sie die Wasserzirkulation nicht behindern.
Und wie sieht es nun mit der besten Teichform aus? Die Antwort lautet: Der Teich sollte so geplant sein, dass das Wasser natürlich zirkulieren kann, sich möglichst wenig Schlamm absetzt und die Filteranlage effizient arbeiten kann. Also steile Wände, ein glatter Boden mit Gefälle zum Bodenablauf, ein Skimmer auf der Windseite und der Rücklauf der Filterung auf der gegenüberliegenden Seite. Mit einem solchen Aufbau ist Ihr Teich nicht nur optisch ansprechend, sondern vor allem gesund und pflegeleicht.
Autor: Bc. Andrea Bělohradská
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