❄️ Wie bereitet man den Teich auf den Winter vor? Wir haben eine ✅ Checkliste + häufige Fragen zusammengestellt

Teichfische im Fokus — Teil 5: Schleierschwänze

Elegant, farbenfroh und auf den ersten Blick zart. Schleierschwänze haben nicht nur die Herzen von Aquarienbesitzern erobert, sondern auch die von Gartenteichliebhabern. Ihre langen Flossen, langsamen Bewegungen und vielfältigen Körperformen machen sie zu einer echten Zierde jedes Teiches. Zudem ist ihre Haltung nicht besonders anspruchsvoll.

Grundlegende Fakten über Schleierschwänze

Schleierschwänze (Carassius auratus) sind Zuchtformen des Goldfisches. Ursprünglich stammen sie aus China, wo sie seit Jahrtausenden gezüchtet werden. Heute gibt es Dutzende verschiedener Varianten – mit langen Flossen, hervortretenden Augen, rundlichem Körper oder der charakteristischen „löwenartigen“ Kopfform.

  • Übliche Größe: 15–25 cm (im Teich auch größer)
  • Lebenserwartung: bis zu 15 Jahre
  • Charakter: ruhig, freundlich, friedlich
  • Verhalten: langsam, nicht aggressiv, meist in kleineren Gruppen lebend


Im Vergleich zu Karauschen oder Koi-Karpfen sind Schleierschwänze weniger widerstandsfähig gegenüber Kälte und plötzlichen Veränderungen der Bedingungen.
Ihr empfindlicherer Körperbau und ihre höhere Anfälligkeit für Infektionen erfordern einen schonenderen Umgang – insbesondere in kälteren Phasen und bei starken Temperaturschwankungen.

Wie viel Platz brauchen Schleierschwänze?

Auch wenn sie zart wirken, benötigen Schleierschwänze ausreichend Platz. Ihre langen Flossen verlangsamen die Bewegung, daher können zu starke Wasserströmungen oder aggressive Mitbewohner Stress verursachen. Der Teich sollte ruhig, gut gefiltert und stabil sein.

  • Empfohlenes Teichvolumen: ab 1 m³
  • Tiefe: mindestens 60–80 cm, im Winter mehr
  • Filterung: notwendig – das Wasser muss sauber und stabil sein
  • Pflanzen: ja, aber robuste Arten wählen – Schleierschwänze knabbern gelegentlich an Blättern


Schleierschwänze schätzen flache Bereiche zum Sonnen, schattige Verstecke und ruhige Zonen.
Bei größeren Teichen ist jedoch Vorsicht geboten — sehr tiefe Teiche mit hohem Fischbesatz sind für sie nicht ideal.

📌 TIPP: Halten Sie den Teichboden möglichst frei von Schlamm. Das natürliche Präparat Attack Pond hilft, organische Rückstände abzubauen und die Wassertrübung zu reduzieren.

Was und wie füttert man Schleierschwänze?

Schleierschwänze sind Allesfresser und mögen eine abwechslungsreiche Ernährung. Aufgrund ihrer langsameren Bewegung darf das Futter jedoch nicht zu schwer oder schnell sinkend sein, da sie es sonst nicht rechtzeitig aufnehmen können.

  • Füttern Sie 1–2× täglich in kleinen Mengen
  • Verwenden Sie hochwertige schwimmende Pellets oder Flocken speziell für Schleierschwänze
  • Sorgen Sie gelegentlich für Abwechslung – z. B. Erbsen, Salatblätter oder spezielle Leckerbissen
  • Vor dem Winter auf leichter verdauliches Futter umstellen und anschließend das Füttern ganz einstellen


📌 TIPP: Wenden Sie vor dem Winter Probiotic Pond an. Probiotika stärken die Widerstandskraft der Fische gegenüber Stress, Temperaturschwankungen und Infektionen.

Gesundheitspflege und Vorbeugung von Problemen

Schleierschwänze sind empfindlicher als Karauschen oder Karpfen. Sie leiden vor allem unter Flossenproblemen, Pilzbefall, Infektionen oder Verdauungsstörungen. Die häufigsten Ursachen sind schlechte Wasserqualität, Überbesatz oder Stress.

  • Sorgen Sie für eine gute Filterung und wechseln Sie regelmäßig einen Teil des Wassers
  • Achten Sie auf eine stabile Temperatur – Schleierschwänze vertragen keine plötzliche Abkühlung
  • Entfernen Sie regelmäßig Laub und organische Rückstände aus dem Wasser – z. B. mit Bacter Pond
  • Behalten Sie Algenwachstum und Nährstoffüberschüsse im Blick – Fosfoff Pond hilft dabei


📌 TIPP: Stellen Sie Veränderungen im Verhalten, Flecken oder Pilzbefall am Körper fest, verwenden Sie FMC Pond, das wirksam gegen Pilze, Bakterien und Parasiten wirkt.

Schleierschwänze und andere Fische – mit wem verstehen sie sich?

Schleierschwänze sind ruhig und langsam, daher brauchen sie ähnlich veranlagte Mitbewohner. Aggressive oder sehr aktive Arten können sie stressen oder sogar verletzen. Koi-Karpfen tolerieren Schleierschwänze zwar, doch in größeren Gruppen und besonders beim Füttern werden die Schleierschwänze leicht verdrängt.

Gute Mitbewohner:

  • Karauschen (insbesondere Shubunkin, Sarasa)
  • kleinere Koi-Karpfen (in geringer Anzahl)
  • Störe (unter ruhigen Bedingungen)

Vorsicht bei:

  • schnellen Fischen (z. B. Elritzen, Moderlieschen oder einigen tropischen Arten)
  • territorialen oder großen Fischen (Schleie, Barsche)

Wie kommen Schleierschwänze mit dem Winter zurecht?

Hier zeigt sich ein wesentlicher Unterschied zu anderen Teichfischen. Schleierschwänze sind nicht ideal für die Überwinterung im Freien – insbesondere nicht in kleinen oder flachen Teichen.

Deutlich besser überstehen sie den Winter in einem temperierten Raum oder in einem Aquarium im Innenbereich. Wenn Sie Anzeichen von Stress oder Apathie bemerken, sollten die Fische möglichst frühzeitig in eine wärmere Umgebung umgesetzt werden.

Schleierschwänze sind echte Schmuckstücke unter den Teichfischen. Sie bringen Ruhe, Schönheit und eine beeindruckende Farbenvielfalt ins Wasser. Sie sind nicht besonders anspruchsvoll, benötigen jedoch sorgfältigere Pflege, saubere Bedingungen und eine ruhige Umgebung. In einem gut gepflegten Teich bereiten sie viele Jahre Freude und ziehen mit ihrer Einzigartigkeit jeden Besucher in ihren Bann.

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