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Überwinterung von Teichfischen: Wann sollte man aufhören, die Fische im Teich zu füttern?

Mit dem Herbst beginnt für den Gartenteich allmählich die Winterruhe. Das Wasser kühlt ab, die Pflanzen wachsen langsamer und auch das Verhalten der Fische verändert sich. Sie benötigen nicht mehr so viel Nahrung wie im Sommer. Damit stellt sich eine wichtige Frage: Wann sollte man aufhören, die Fische im Teich zu füttern, damit sie den Winter sicher überstehen?

Dabei reicht es keinesfalls aus, sich nur nach dem Kalender zu richten — entscheidend sind die Wassertemperatur, die gehaltenen Fischarten und deren Aktivität. In diesem Artikel erklären wir Ihnen verständlich, wie Sie die Fütterung im Herbst richtig anpassen, wann Sie sie vollständig einstellen sollten und worauf Sie besonders achten müssen.

Was erfahren Sie in diesem Artikel?

Warum brauchen Fische im Herbst weniger Futter?

Teichfische wie Koi-Karpfen, Karauschen, Schleien oder Goldorfen gehören zu den wechselwarmen Tieren. Ihre Körpertemperatur passt sich der Temperatur des umgebenden Wassers an. Wenn das Wasser abkühlt, verlangsamen sich daher allmählich auch ihr Stoffwechsel, ihre Aktivität und ihre Fähigkeit, Nahrung zu verdauen.

Während die Fische im Sommer aktiv umherschwimmen, nach Nahrung suchen und viel Energie benötigen, verlangsamt sich ihr Lebensrhythmus im Herbst. Sie nehmen nach und nach weniger Futter auf, bewegen sich weniger und bereiten sich allmählich auf den Winter vor. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir bereits bei den ersten kühleren Morgenstunden mit dem Füttern aufhören sollten. Solange das Wasser noch ausreichend warm ist und die Fische aktiv Nahrung aufnehmen, können wir die Fütterung fortsetzen. Wichtig ist, die Futtermengen schrittweise anzupassen und die Wassertemperatur zu beobachten. Warum?

Weil eine Überfütterung in der kalten Jahreszeit bei Fischen Verdauungsprobleme verursachen kann. Nicht gefressenes Futter sinkt außerdem auf den Teichboden, zersetzt sich dort und belastet das Wasser unnötig mit organischen Stoffen. Gerade vor dem Winter sollten wir jedoch versuchen, möglichst stabile und saubere Bedingungen im Teich zu schaffen.

Wann sollte man aufhören, Fische im Teich zu füttern?

Entscheidend ist die Wassertemperatur. Einer der häufigsten Fehler besteht darin, die Fütterung in einem bestimmten Monat einzustellen. Dabei kann der Oktober in einem Jahr noch relativ warm sein, während das Wasser in einem anderen Jahr bereits im September deutlich abkühlt. Der zuverlässigste Anhaltspunkt ist daher die aktuelle Wassertemperatur im Teich, die idealerweise regelmäßig und ungefähr zur gleichen Tageszeit gemessen werden sollte.

Als Orientierung können Sie sich an folgenden Werten orientieren:

Wassertemperatur So passen Sie die Fütterung an
Über 15 °C Die Fische sind in der Regel aktiv. Füttern Sie weiterhin in angemessenen Mengen, abgestimmt auf die Fischart und deren Kondition.
10–15 °C Reduzieren Sie schrittweise sowohl die Futtermenge als auch die Fütterungshäufigkeit. Bei Koi-Karpfen können Sie auf leicht verdauliches Herbstfutter umstellen.
8–10 °C Füttern Sie nur sehr sparsam und ausschließlich dann, wenn die Fische aktiv sind und Nahrung aufnehmen. Beachten Sie die Empfehlungen des Futterherstellers.
Unter 8 °C Bei den üblichen karpfenartigen Teichfischen empfiehlt es sich, die regelmäßige Fütterung einzustellen.

❗ Achtung: Die angegebenen Temperaturen dienen lediglich zur Orientierung und gelten nicht als allgemeingültige Grenzwerte für alle Fischarten. Störe beispielsweise haben andere Ernährungsbedürfnisse und können auch bei deutlich niedrigeren Temperaturen noch Nahrung aufnehmen.

Wenn die Wassertemperatur tagsüber kurzzeitig ansteigt, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie wieder mit dem Füttern beginnen sollten. Beobachten Sie die längerfristige Temperaturentwicklung und das Verhalten der Fische, nicht nur einen einzelnen warmen Nachmittag.

Welches Futter eignet sich für Teichfische im Herbst?

Neben der Futtermenge spielt auch die Zusammensetzung eine wichtige Rolle. Bei sinkenden Wassertemperaturen empfiehlt es sich, die Fütterung an den langsamer werdenden Stoffwechsel der Fische anzupassen.

  • Bei Koi-Karpfen werden in der Übergangszeit beispielsweise leicht verdauliche Futtersorten mit der Bezeichnung Wheat Germ verwendet, die Weizenkeime enthalten. Sie sind für die Zeit gedacht, in der das Wasser für die übliche intensive Sommerfütterung nicht mehr warm genug ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Futter mit Weizenkeimen bis zum vollständigen Zufrieren des Teichs verwendet werden kann. Beachten Sie immer die Temperaturangaben auf dem jeweiligen Produkt.
  • Bei anderen Teichfischarten sollte das Futter ihren natürlichen Ernährungsbedürfnissen entsprechen. Besonders wichtig ist es, eine Überfütterung zu vermeiden und keine unnötig großen Portionen anzubieten, die die Fische nicht vollständig aufnehmen können.

📌 Tipp: Achten Sie vor dem Winter nicht nur auf die Fütterung, sondern auch auf die Kondition Ihrer Fische. Unsere probiotischen Bakterien Probiotic Pond dienen dazu, die natürlichen Abwehrkräfte und die allgemeine Kondition der Teichfische zu unterstützen. Planen Sie die Anwendung rechtzeitig, solange die Wassertemperatur noch den empfohlenen Anwendungsbedingungen entspricht.

Woran erkennt man, dass Fische kein Futter mehr wollen?

Ein Thermometer ist wichtig, doch auch die Fische selbst geben Ihnen wertvolle Hinweise. Im Herbst können Sie verschiedene Veränderungen beobachten, die mit der natürlichen Verlangsamung ihres Stoffwechsels zusammenhängen.

  • Die Fische verbringen zunehmend mehr Zeit in den tieferen Bereichen des Teichs, bewegen sich langsamer und suchen weniger aktiv nach Nahrung. Bei der Fütterung schwimmen sie möglicherweise nicht mehr sofort an die Oberfläche, wie sie es im Sommer getan haben.
  • Wenn die Fische das Futter ignorieren oder nur sehr zögerlich aufnehmen, sollten Sie sie nicht zum Fressen drängen. Entfernen Sie Futterreste aus dem Wasser und geben Sie keine weitere Portion hinzu.

❗ Achtung: Nicht jede Verhaltensänderung hängt ausschließlich mit der Abkühlung des Wassers zusammen. Wenn Fische an der Oberfläche nach Luft schnappen, das Gleichgewicht verlieren, sichtbare Veränderungen am Körper aufweisen oder sich einzelne Tiere auffällig von den anderen absondern, kann dies auf ein gesundheitliches Problem oder eine verschlechterte Wasserqualität hinweisen.

Unterschiede bei der Fütterung von Koi-Karpfen, Karauschen und Stören vor dem Winter

Obwohl die allgemeinen Regeln für die Herbstfütterung auf viele Teichfische zutreffen, haben die einzelnen Fischarten unterschiedliche Bedürfnisse.

Koi-Karpfen

Koi-Karpfen sind während der warmen Monate aktiv und haben einen ausgeprägten Appetit. Mit sinkender Wassertemperatur verlangsamt sich jedoch ihr Stoffwechsel. Deshalb müssen die Futtermengen schrittweise reduziert und auf leichter verdauliche Nahrung umgestellt werden.

Bei Temperaturen um 10 °C sollten Sie nur noch sehr sparsam füttern und bei weiterer Abkühlung die Fütterung entsprechend den Temperaturangaben des verwendeten Koi-Karpfenfutters einstellen. Gerade bei Koi ist es besonders wichtig, nicht allein deshalb intensiv weiterzufüttern, weil die Fische noch an die Wasseroberfläche kommen.

Karauschen, Schleierschwänze und Schleien

Auch Karauschen, Schleierschwänze und Schleien reduzieren allmählich ihre Aktivität und Nahrungsaufnahme. Besonders Schleien ziehen sich mit Beginn der kälteren Jahreszeit in ruhigere, tiefere Teichbereiche zurück und suchen seltener nach Nahrung.

Für diese Fische gilt eine ähnliche Vorgehensweise wie für Koi-Karpfen — reduzieren Sie die Futtermengen entsprechend der Wassertemperatur und stellen Sie die regelmäßige Fütterung bei deutlicher Abkühlung ein.

Störe

Bei Stören ist die Situation anders. Sie sind an das Leben in kühlerem Wasser angepasst und können auch bei Temperaturen aktiv bleiben, bei denen Koi-Karpfen und Karauschen praktisch keine Nahrung mehr aufnehmen.

Deshalb sollten Sie Störe nicht automatisch zur gleichen Zeit wie die übrigen Teichfische nicht mehr füttern. Sie benötigen spezielles Sinkfutter. Die Futtermenge muss an die Wassertemperatur, die Störart, den Gesundheitszustand und die Empfehlungen auf der Futterverpackung angepasst werden.

Was passiert, wenn man Fische vor dem Winter überfüttert?

Eine Überfütterung ist nicht nur für die Fische selbst problematisch, sondern auch für den gesamten Teich. In kühlerem Wasser verlangsamt sich die Verdauung und die Fische können die Nahrung nicht mehr auf die gleiche Weise verwerten wie im Sommer.

Nicht gefressenes Futter sinkt allmählich auf den Teichboden und zersetzt sich dort. Bei der Zersetzung wird Sauerstoff verbraucht und es werden Nährstoffe an das Wasser abgegeben. Dadurch steigt die organische Belastung des Teichs ausgerechnet in einer Zeit, in der sich die biologischen Prozesse aufgrund der niedrigen Temperaturen verlangsamen. Kommen zu den Futterresten noch herabgefallenes Laub, abgestorbene Pflanzen und abgelagerter Schlamm hinzu, kann sich die Wasserqualität während des Winters verschlechtern.

Vor dem Winter empfehlen wir daher, sich auch auf die allgemeine Teichpflege zu konzentrieren. Dazu gehört vor allem die gründliche Entfernung organischer Verunreinigungen. Dabei kann Ihnen das Präparat Attack Pond erheblich helfen, sofern die in der Gebrauchsanweisung angegebenen Bedingungen und Temperaturen eingehalten werden. Weitere geeignete Präparate finden Sie in der Kategorie Teichreinigung im Oktober und November.

Illustrationsfoto, erstellt mithilfe von KI.

Wie stärkt man Teichfische vor dem Winter?

Die richtige Herbstfütterung ist wichtig, reicht allein jedoch selbstverständlich nicht aus. Damit die Fische den Winter sicher überstehen, benötigen sie vor allem stabile Wasserbedingungen und eine gute körperliche Kondition.

Achten Sie deshalb auf einige grundlegende Maßnahmen:

  • Kontrollieren Sie die Wasserqualität. Überwachen Sie den pH-Wert und den Sauerstoffgehalt sowie bei Verdacht auf Probleme auch die Stickstoffverbindungen im Wasser.
  • Entfernen Sie organische Verunreinigungen. Herabgefallenes Laub, Pflanzenreste und überschüssiger Schlamm sollten nicht über den Winter auf dem Teichboden liegen bleiben.
  • Unterstützen Sie das biologische Gleichgewicht. Solange die Wassertemperatur es zulässt, können Sie unsere Teichbakterien Bacter Pond verwenden.
  • Beobachten Sie den Gesundheitszustand der Fische. Reagieren Sie rechtzeitig auf sichtbare Krankheitssymptome und warten Sie nicht, bis das Wasser noch weiter abgekühlt ist.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Auch im Winter muss der Gasaustausch zwischen dem Wasser und der Umgebungsluft gewährleistet bleiben. Wenn der Teich zufriert, sollte eine ausreichend große Öffnung im Eis freigehalten oder eine Belüftung sichergestellt werden.

📌 Tipp: Möchten Sie Ihren Teich auch auf die Wintermonate vorbereiten und Algenprobleme nach dem Winter begrenzen? Probieren Sie unser Präparat Winter Pond aus. Es hilft, einer Grünfärbung des Wassers und einem übermäßigen Algenwachstum zu Beginn des Frühjahrs vorzubeugen. Es ersetzt zwar nicht die regelmäßige Teichpflege, dient jedoch als wirksame Ergänzung.

Sollte man Teichfische auch im Winter füttern?

Bei den üblichen karpfenartigen Teichfischen wie Koi-Karpfen, Karauschen oder Schleien wird während der wirklich kalten Wintermonate in der Regel nicht regelmäßig gefüttert. Ihr Stoffwechsel ist stark verlangsamt und ihr Nahrungsbedarf minimal.

Die Fische ziehen sich in ruhigere Bereiche des Teichs zurück, wo sie die kältesten Monate verbringen. Sie sollten dabei weder gestört noch zu mehr Aktivität angeregt werden. Eine Ausnahme können Störe bilden, die auch bei niedrigen Temperaturen Nahrung aufnehmen können. Ihre Winterfütterung erfordert daher eine individuelle Vorgehensweise.

Und was ist, wenn einige ungewöhnlich warme Wintertage auftreten? Nehmen Sie die Fütterung nicht allein aufgrund der Lufttemperatur wieder auf. Entscheidend sind die tatsächliche Wassertemperatur, deren Stabilität und die Aktivität der Fische.

Die häufigsten Fehler bei der Fischfütterung im Herbst

  • Fütterung nach dem Kalender statt nach der Wassertemperatur. Jeder Herbst verläuft anders und die Temperaturen können sich von Jahr zu Jahr deutlich unterscheiden.
  • Zu große Futtermengen. Die Fische benötigen nicht mehr so viel Energie wie im Sommer und nicht gefressenes Futter verschlechtert die Wasserqualität.
  • Plötzliche Änderungen ohne Berücksichtigung der Witterung. Passen Sie die Fütterung kontinuierlich an die Temperaturentwicklung an, nicht nur an den ersten kühlen Morgen.
  • Die gleiche Vorgehensweise bei allen Fischarten. Besonders Störe haben andere Ernährungsbedürfnisse als Koi-Karpfen oder Karauschen.
  • Fütterung von Fischen, die keine Nahrung mehr aufnehmen. Wenn die Fische kein Interesse am Futter zeigen, sollten Sie keine weiteren Portionen in den Teich geben.

Vergessen Sie nicht, dass es bei der Herbstpflege nicht darum geht, die Fische unmittelbar vor dem Winter möglichst reichlich zu füttern, sondern ihnen einen natürlichen Übergang in die Winterruhe zu ermöglichen. Wenn Sie ihnen geeignete Bedingungen, sauberes Wasser und eine angemessene Pflege bieten, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine sichere Überwinterung und einen erfolgreichen Start in die nächste Saison.

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