Welche Tiere leben in Ihrem Gartenteich?
Ein Gartenteich ist bei Weitem nicht nur Wasser, Pflanzen und Steine, gegebenenfalls noch Zierfische für den Teich. Sobald er sich ein wenig eingelebt hat, lädt die Natur die unterschiedlichsten Besucher zu ihm ein. Manche fallen sofort ins Auge, andere halten sich eher versteckt. Gemeinsam bilden sie jedoch eine kleine lebendige Welt, die den Teich erst zu einem Teich macht — zu einem Ort voller Leben.
Das Vorkommen verschiedener Tierarten im Teich und in seiner Umgebung ist ein Zeichen dafür, dass das Wasser und das Umfeld so funktionieren, wie sie sollen. Selbst ein kleinerer Teich kann Libellen, Kleinlibellen, Frösche, Molche, Wasserkäfer, Schnecken, Vögel oder Igel anziehen, die dort trinken kommen. Wenn im Teich Leben ist, bedeutet das meistens, dass er ausreichend Verstecke, Wasser und geeignete Bedingungen nicht nur für Zierfische bietet.
Wer erscheint im Teich am häufigsten?
Die größte Gruppe der Teichbewohner bilden meist kleine wirbellose Tiere. Dazu gehören Wasserkäfer, Wasserläufer, Rückenschwimmer, Schwimmwanzen, Insektenlarven, Schnecken oder verschiedenes kleines „Leben im Anfangsstadium“, das einem oft erst auffällt, wenn man sich etwas näher über die Wasseroberfläche beugt. Gerade diese unauffälligen Lebewesen bilden die Grundlage der gesamten Nahrungskette im Teich. Ohne sie wäre die Wasserwelt überraschend leer.
Sehr schnell tauchen am Teich auch Libellen und Kleinlibellen auf. Die erwachsenen Tiere wirken elegant, doch ihre Larven sind im Wasser räuberische Jäger und gehören zu den natürlichen Bewohnern eines gut funktionierenden Teichs. Ähnlich nützlich sind auch einige Insektenarten, die sich auf der Wasseroberfläche bewegen. Zum Beispiel reagieren Wasserläufer und verwandte Arten auf die Schwingungen der Wasseroberfläche und jagen kleine Beutetiere, einschließlich Mückenlarven.

Frösche, Kröten und Molche
Wenn ein Teich eher ruhiges Wasser hat, genügend Wasserpflanzen bietet und einen sanften Zugang zum Ufer hat, wird er oft von Amphibien angenommen. Frösche, Kröten und Molche nutzen Teiche zur Fortpflanzung, und ihr Vorkommen ist meist sehr wertvoll. Im Frühjahr können Sie Eier beobachten, später Kaulquappen und während der Saison auch erwachsene Tiere in der Umgebung des Teichs. Wichtig ist zu wissen, dass Amphibien nicht ihr ganzes Leben nur im Wasser verbringen — sie brauchen auch Verstecke und feuchtere Winkel in der Umgebung des Gartens. Der Teich ist für sie wichtig, reicht aber für sich allein nicht aus, wenn es um ihn herum nicht wenigstens ein etwas natürlicheres Umfeld gibt.
📌 Tipp: Wenn Sie Amphibien in Ihren Teich locken möchten, ermöglichen Sie ihnen einen sanften Zugang ins Wasser.
Schnecken im Teich bedeuten nicht automatisch ein Problem
Schnecken haben oft einen etwas undankbaren Ruf. Viele Menschen sehen sie als etwas Zusätzliches, das ohne Einladung im Teich aufgetaucht ist. Dabei fressen Teichschnecken häufig Algen ab und ernähren sich auch von abgestorbenem pflanzlichem oder tierischem Material. In vernünftiger Menge helfen sie also bei der Reinigung des Teichs. Problematisch wird es erst dann, wenn sie sich dort zu stark vermehren — das kann ein Zeichen dafür sein, dass der Teich zu viel organische Masse und Nährstoffe enthält.
Dasselbe gilt auch für Mückenlarven. Auf den ersten Blick springt darüber zwar niemand vor Freude in die Luft, aber für sich genommen bedeuten sie noch keine Katastrophe. Im Teich sind sie nämlich Teil der Nahrung für andere Tiere, und in einer eingespielten Umgebung pendelt sich ihre Zahl meistens von selbst ein. Die Natur kann sich in vielen Fällen auch selbst helfen.
Vögel, Igel und weitere Besucher aus der Umgebung
Den Teich nutzen bei Weitem nicht nur Tiere, die direkt in ihm leben. Oft kommen Vögel dorthin, um zu trinken und zu baden, nachts kann ein Igel am Teich auftauchen, und über der Wasseroberfläche jagen manchmal auch Fledermäuse. Größere Teiche sind außerdem oft auch für weitere Besucher aus der Umgebung attraktiv. Wasser im Garten wirkt nämlich wie ein Magnet, besonders in warmen Zeiten und an Orten, wo es sonst nicht viel davon gibt. Ein Gartenteich hilft damit der gesamten kleinen Gartenfauna, nicht nur seinen ständigen Bewohnern.

Wann ist das Vorkommen von Tieren ein gutes Zeichen – und wann nicht mehr?
In den meisten Fällen ist die Vielfalt der Tiere im Teich eine gute Nachricht. Sie bedeutet, dass das Wasser und die Umgebung des Teichs etwas zu bieten haben. Wenn jedoch von einer Art plötzlich zu viele auftauchen, kann das auf ein Ungleichgewicht hinweisen.
Eine Übervermehrung von Schnecken, eine große Zahl von Mückenlarven, unangenehm riechendes Wasser oder das Verschwinden empfindlicherer Arten hängen oft mit einem Überschuss an Nährstoffen, stehendem Wasser, einem verschlammten Boden oder einer schwächeren Filterung zusammen. Tiere sind deshalb manchmal ein sehr ehrlicher Anzeiger dafür, in welchem Zustand sich der Teich gerade befindet.
Ein eigenes Kapitel sind Fische. In einem Teich mit Fischen ist das Leben natürlich ebenfalls reichhaltig, aber man sollte damit rechnen, dass es einige Arten kleiner Tiere und Amphibien dort schwerer haben. Fische jagen nämlich ganz natürlich einen Teil der Teichfauna. Deshalb ist ein Teich ohne Fische oft noch reicher an kleinen Wassertieren als ein Zierteich mit Fischbesatz. Das bedeutet nicht, dass Fische nicht in den Teich gehören – es ist nur gut zu wissen, dass jeder Teich je nach Besatz ein wenig anders lebt.
Was hilft, damit es den Tieren im Teich gut geht
Am besten wirken ganz einfache Dinge. Ein sanfter Zugang zum Wasser, flachere Zonen, Pflanzen im und um den Teich, ein Stück ruhigeres Ufer und Wasser, das nicht mit organischen Abfällen überlastet ist. Wichtig ist auch, dass sich im Teich nicht zu viel Laub, Pflanzenreste und Schlamm ansammeln. Wenn das Wasser langfristig verschmutzt wird, leidet darunter nicht nur das Aussehen des Teichs, sondern auch die Bedingungen für seine Bewohner. Laufende mechanische Reinigung, eine vernünftige Pflanzenpflege und ein gutes biologisches Gleichgewicht sind deshalb auch aus Sicht der Tiere wichtig, nicht nur wegen des klaren Wassers.
Wenn das biologische Gleichgewicht und der Abbau organischer Verunreinigungen unterstützt werden müssen, funktionieren Teichbakterien wie Bacter Pond sehr gut. Beim Anlauf oder nach der Reinigung der biologischen Filterung eignet sich wiederum Filter Pond. Und wenn sich am Boden zu viele Ablagerungen, Blätter oder Pflanzenreste befinden, hilft zunächst eine mechanische Reinigung und je nach Situation auch Attack Pond, das die Entfernung von Verunreinigungen vom Boden erleichtert.
Wenn Leben am Teich auftaucht, geraten Sie nicht in Panik
Viele Teichbesitzer neigen dazu, jeden Käfer, jede Schnecke oder jede Kaulquappe als mögliches Problem zu sehen. Doch beim Teich ist es oft genau umgekehrt. Leben im Teich ist kein Mangel, sondern ein Zeichen dafür, dass das Wasser nicht nur gewöhnliche Dekoration ist. Tiere gehören in einen gut funktionierenden Teich einfach dazu.
Autor: Bc. Andrea Bělohradská
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